Illegale Mitarbeiterüberwachung - 20.000 Euro Geldbuße

Die Commission Nationale de l’informatique et des Libertés (CNIL) verhängt ein Bußgeld von 20.000 Euro gegen ein Pariser Unternehmen wegen mehrerer DSGVO-Verstöße. Anlass der Überprüfung des Unternehmens durch die Behörde waren mehrere Mitarbeiterbeschwerden über die neu eingeführte Videoüberwachung. Zudem wies das Unternehmen unzureichende technische und organisatorische Maßnahmen auf.

Datum 25.06.2019
Anzahl Betroffene 6
Name Verantwortlicher UNIONTRAD COMPANY
Bereich Dienstleistung / Handwerk
Land Frankreich
Auswirkungen 4: groß

Quelle:

datenschutzbeauftragter-info - 24.06.2019

 

Lesson Learned:
Die DSGVO muss auch durch Kleinstunternehmen eingehalten werden. Die Aufsichtsbehörden werden vor allem bei Beschwerden von Mitarbeitern oder Kunden tätig, wenn eklatant gegen datenschutzrechtliche Vorgaben verstoßen oder der Beschäftigtendatenschutz ignoriert wird. Dieser Fall zeigt aber auch, dass es wichtig ist seine Dienstleister ordentlich auszuwählen und regelmäßig zu überprüfen. Oft übersieht man dies bei den kleinen Unternehmen, die man einsetzt, wie z.B. bei Übersetzungs- oder Lohnbuchhaltungsbüros sowie bei kleinere IT-Unternehmen zur Wartung der Systeme.

 

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1: geringfügig Betroffene erleiden eventuell Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Problemen überwinden können.
2: überschaubar Betroffene erleiden eventuell signifikante Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Schwierigkeiten überwinden können.
3: substanziell Betroffene erleiden eventuell signifikante Konsequenzen, die sie nur mit ernsthaften Schwierigkeiten überwinden können.
4: groß Betroffene erleiden eventuell signifikante oder sogar unumkehrbare Konsequenzen, die sie nicht überwinden können.