Kunden erhielten unaufgeforderte Anrufe von Drittunternehmen - 200.000 Euro Geldbuße

Die griechische Datenschutzbehörde hat ein Bußgeld von 200.000 Euro gegen die Telekommunikationsanbieter "OTE" verhängt. Kunden des Unternehmen reichten Beschwerde ein, da sie unaufgeforderte Anrufe von Drittunternehmen zur Förderung von Produkten und Dienstleistungen erhalten haben. Daraufhin stellte die griechische Aufsichtsbehörde Verstöße gegen Artikel 25 (privacy by design) sowie Artikel 5 DSGVO (Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten) fest.

Datum 07.10.2019
Anzahl Betroffene ?
Name Verantwortlicher Hellenic Telecommunications Organization (“OTE”)
Bereich Telekommunikation
Land Griechenland
Auswirkungen 3: substanziell

Quelle:

European Data Protection Board - 07.10.2019

 

Lesson learned:

Für die Offenlegung von personenbezogenen Daten bedarf es einer Rechtsgrundlage, zudem muss eine Weitergabe sich an den Prinzipien der Zweckbindung und der Erforderlichkeit messen. Drittunternehmen, denen Daten offengelegt wurden, müssen die Zweckbindung ebenso beachten. Eine Offenlegung von Daten an Dritte sollte daher stets intern geprüft werden, zudem ist zu prüfen, ob der Dritte als zuverlässig erachtet wird und ob er bereit ist, vertraglich hinreichende Garantien zuzusichern.

 

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1: geringfügig Betroffene erleiden eventuell Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Problemen überwinden können.
2: überschaubar Betroffene erleiden eventuell signifikante Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Schwierigkeiten überwinden können.
3: substanziell Betroffene erleiden eventuell signifikante Konsequenzen, die sie nur mit ernsthaften Schwierigkeiten überwinden können.
4: groß Betroffene erleiden eventuell signifikante oder sogar unumkehrbare Konsequenzen, die sie nicht überwinden können.