Missbräuchliche Datenabfrage bei der Polizei

In Hessen nutzen Polizisten ihren dienstlichen Zugriff auf die Landespolizeidatenbank Polas (Polizei-Auskunfts-System) immer wieder privat. In dem Pola werden zum Teil sensible Daten über Personen gespeichert: von der Meldeadresse bis hin zu personengebundenen Hinweisen (PHW) wie Drogenkonsum und psychischen Problemen.

Datum 05.08.2019
Anzahl Betroffene ?
Name Verantwortlicher Polizei Hessen
Bereich Öffentliche Stellen (Behörden / Kommunen)
Land Deutschland
Auswirkungen 4: groß

Quellen:

golem - 02.08.2019

Frankfurter Rundschau - 03.08.2019

 

Lesson Learned:
Gegen vorsätzliche Kompetenzüberschreitungen helfen technische Maßnahmen nur bedingt – ihnen kommt jedoch bei der Aufklärung eine entscheidende Rolle zu und somit kann eine angemessene Eingabekontrolle, so den Beschäftigten bekannt, in vielen Fällen einem Missbrauch von Systemen vorbeugen. Zudem kann eine, den Beschäftigten bekannte, regelmäßige wie auch außerplanmäßige Auswertung der Eingabekontrollen für zusätzliche Sensibilisierung sorgen.

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1: geringfügig Betroffene erleiden eventuell Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Problemen überwinden können.
2: überschaubar Betroffene erleiden eventuell signifikante Unannehmlichkeiten, welche sie aber mit einigen Schwierigkeiten überwinden können.
3: substanziell Betroffene erleiden eventuell signifikante Konsequenzen, die sie nur mit ernsthaften Schwierigkeiten überwinden können.
4: groß Betroffene erleiden eventuell signifikante oder sogar unumkehrbare Konsequenzen, die sie nicht überwinden können.